Design-Evolution im Zeitraffer
Selbst auf die Gefahr hin, dass es niemanden interessiert: Ich hab eine kleine Zusammenstellung gemacht, wie sich das Design dieser Seite entwickelt hat. Für mich persönlich ist das Ergebnis, in Bezug auf meine Arbeitsweise, recht eindeutig: Ich fange offenbar gerne von vorne an …
Was von Anfang an völlig außer Frage stand, war der Name. Ich hab mir nie darüber Gedanken gemacht – er war einfach da. Das Design macht mich allerdings alles andere als glücklich. Von der V1 kann sich nur das Grün retten.
Ich muss also alles umstoßen. Auf die (stilistisch) vertikale Ausrichtung der V1 folgt die Entscheidung zur Horizontale. Insgesamt wirkt das ganze aber zu schwammig.
Doch wieder die Vertikale. Das ganze erhält jetzt schon ein wenig Charakter. Die Kontraste sind halbwegs stimmig und das Farbkonzept passt. Es gibt aber ein massives Problem: Der Header ist – bei aller Liebe – deutlich zu groß. Wenn man ernsthaft davon ausgeht, dass jemand die Beiträge lesen wird, geht das so nicht. Also …
… wieder alles neu! Version 4 erbt die funktionierenden Elemente, orientiert sich aber völlig anders. Die Elemente werden flacher, flickr hält Einzug und das Logo wird massiv reduziert. Suche und RSS schließen eine Partnerschaft, die von Dauer sein wird.
Die Suche ist zu prominent und wandert an ihren endgültigen Platz. Die grauen Flächen nutzen die volle Breite. Um dem ganzen etwas mehr Halt zu geben, erhält Flickr einen Kasten. Meine Referenzen halten Einzug in das Design. Flickr ist hier aber dann doch noch zu aggressiv eingebunden und muss in Folge nach unten wandern. Aber das wichtigste fehlt noch …
… ein Key Visual! Also zurück an den Start. Was ist ein Weblog? Doch nicht viel mehr als eine getunte Schreibmaschine, oder? Zugegeben, die Verbreitung der Ergebnisse mag beim Blog ein wenig einfacher sein …
Schnell noch unseren Partner Francisco Cyhlar angerufen, der übrigens auch die Fotos auf unserer Firmenseite gemacht hat. Siehe da, er hat eine alte Schreibmaschine am Dachboden! Nun noch ein wenig Tuning und Feinkosmetik – weg mit den grauen Balken – fertig!









Hallo Markus, danke für die interessante Aufstellung. Was mich interessieren würde, ist wieviel Zeit zwischen den einzelnen Versionen liegt.
Hi Manuela, das ganze zieht sich in etwa von Anfang Oktober bis Ende März. Also immerhin ein halbes Jahr. Das ist zwar eher untypisch für meine Arbeitsweise, lässt sich aber bei einem privaten Projekt leider nicht anders machen.
Versionen 1 bis 3 sind im Oktober innerhalb von zwei Tagen entstanden. Ende Februar bastelte ich 4 und 5. Das entwickeln der Version 6 zieht sich stundenweise über geschätzte 2 Wochen im März.
Schön, zu sehen, dass man nicht der einzige ist, der ein Layout nicht nur zweimal neu zusammen setzt.
Ich glaub, das ist normal oder sollte es zumindest sein. Gutes Design, will immer gefunden werden. Ich glaub, man hat eher Probleme, wenn man das nicht tut …
Hi markus, ich kenne das von mir und meinen eigenen Projekten. Da verläuft das ähnlich. Wirklich beruhigend, dass es bei Dir auch so ist und interessant, zuschauen zu dürfen
.
Genau das war bei meine Homepage auch der Fall. Ich würde sie noch nicht als komplett fertig betrachten, obwohl sie an sich funktioniert. Genau das war eigentlich auch mein Problem. Ich war eigentlich immer zufrieden mit meinen Designs. Aber irgendwie wollte ich doch immer wieder was neues.
Ich bin übrigens inzwischen bei Version 11 angekommen.
Mit einem Kunden zusammen hatte ich unlängst einen ähnlichen Prozess durchgemacht: Es gab eine erste Phase, in der die grobe Richtung des Designs zwar schon eingeschlagen war, die Seite aber weder Halt noch Ausstrahlung hatte. Dann kamen andere Dinge dazwischen und an einem verregneten Samstagnachmittag erblickte dann die weiterentwickelte v2-Version das Licht der Welt und *pling* – die war dann wie aus einem Guss.
Mir gefällt die Dokumentation eines Entwicklungsprozesses immer sehr, weil es interessante Rückschlüsse auf den Entwickler und dessen Augenmerk zulässt. Spannend!
Das Problem kenn ich …