26.09.2006

Gedanken zu Stylegala

Auf Stylegala gibt es in letzter Zeit ziemliche Diskussionen über die Qualität der Seite. Zur Erinnerung: Stylegala, einer der wichtigsten Webawards für standardbasierte Pages weltweit, wurde im Juni von seinem Gründer David Hellsing verkauft. David hat, nebenbei erwähnt, den Auftritt seines Studios monc neu gestaltet. Wirklich fröhlich stimmt mich das nicht, da ich ein großer Fan der alten Version war. Aber zurück zum Thema.

Alles nur Durchschnitt

Es gibt nun unter anderem einige neue Reviewer, deren Qualitäten ich hier gar nicht in Frage stellen möchte. Das Lustige nach dem Verkauf war aber, dass diese Reviewer keine Reviews machten. Der Grund: Es gibt keine Seiten, die den hohen Qualitätsmaßstäben von Stylegala gerecht werden.

Das muss man erst mal setzen lassen. Auf diesem riesigen Planeten wird keine einzige Website produziert, die gut genug für Stylegala wäre. Ich lese das und werde in einem Anflug von Eitelkeit einen Kopf größer, da bereits zwei meiner Projekte die Ehre hatten, dort ausgestellt zu werden. Ich lese das ein zweites Mal und muss (wieder bei sparsamen 165cm angekommen) zugeben, dass die Begründung Schwachsinn ist. Es gibt nach wie vor mindestens eine Seite jeden Monat, die wirklich Top ist. Alle anderen Galerien beweisen es.

Man stellt wieder aus

Wir haben also wieder festen Boden unter den Füssen und es werden dann doch wieder Seiten ausgestellt. Doch jetzt passiert etwas seltsames. Die Seiten sind wirklich nett, aber nicht sooo phänomenal. Stylegala wird also folgerichtig dafür geprügelt, dass die vorgestellten Seiten nicht dem „alten“ Qualitätsanspruch entsprechen würden. Es gibt Diskussionen, dass Stylegala nicht mehr das ist, was es war.

Was ist hier passiert?

Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass der Hype um die elitäre Positionierung von Stylegala so weit getrieben wurde, dass ihm einfach nicht mehr entsprochen werden kann. Ich denke auch, dass das vorsätzlich passiert ist. Aus Angst, man könnte glauben, der Verkauf wirke sich negativ auf die Qualität der Site aus.
Was ebenfalls dem alten Bild des Portals widerspricht, ist die Tatsache, dass mit dem Verkauf erstmals spürbar wurde, wie letztlich auch „Community-Projekte“ durch finanzielle Erwägungen getrieben werden. Was bleibt ist einen zartbitterer Beigeschmack.

Und nun spiele ich den Ball an euch weiter, weil ich neugierig bin. Wie empfindet ihr die aktuelle Situation von Stylegala?

2 Kommentare zu “Gedanken zu Stylegala”

  1. mätthi says:

    Also eigentlich wollte ich schreiben das Geschmäcker verschieden sind.
    Aber dann hab ich die Seite mal genauer betrachtet…und musste feststellen das du recht hast bzw. die Diskussion berechtigt ist.
    Vor dem Verkauf waren Seiten wie Veerles Blog, folietto oder Hickdesign in der Gallerie…die alle samt mit liebe zum Detal verwirklicht wurde..bei denen jedes elemen, jedes bild seinen zweck erfüllt…und was sehe ich in der August 2006 Gallerie???
    http://www.lightmaker.com/
    was ist an dieser Seite besonders???
    was macht diese Seite besser als andere???
    Das Flash Headerbild???

    Trozdem sind Geschmäcker verschieden!
    Um das auch mal geasgt zu haben!!! :)

  2. Natürlich sind Geschmäcker verschieden – da hast du sicher Recht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die neuen Einträge wirklich weniger gut sind als die alten. Lightmaker ist da aber sicher ein Streitfall.
    Ich glaube einfach, dass die Erwartungshaltung nach der langen Durststrecke und den leicht überheblichen Aussagen von wegen „es reicht uns nichts für Stylegala“ eine höhere ist. Daran ist aber Stylegala schuld und nicht die vermeintlich schlechter gewordene Qualität der Einsendungen.

Auch eine Meinung?