24.10.2006

Webmontag in Wien

So, nun ist er also vorbei, der Webmontag. Auch wenn er eigentlich viel zu kurz war, gab es doch einige spannende Themen. Aber alles nach der Reihe.

Ganz pünktlich, eine Dreiviertelstunde zu spät, kamen wir also im metalab an. Obwohl es in einigen Bereichen noch Baustelle ist, war es doch ein sehr netter Ort für den Webmontag. Vor allem, weil es mich einem Getränk namens Club-Mate näher gebracht hat, an das man sich laut Website „gewöhnt“ und das ich höchstwahrscheinlich nie wieder trinken werde.
Wir sind also pünktlich angekommen und mussten feststellen, dass alle anderen viel zu früh da waren und entgegen dem publizierten Zeitplan, bereits mit den Vorträgen begonnen hatten … ;-)

Nachdem wir den Vortrag (ohne es zu bemerken – sorry an dieser Stelle) durch Händeschütteln aller Beteiligten unterbrochen hatten, amüsierten wir uns noch über Zeldmans Web 2.0 Thinking Game. Dabei ist mir nebenbei erwähnt aufgefallen, dass auch zeldman.com mal einen Relaunch vertragen würde.

Eric hat auch noch ein wenig über die Webkrauts erzählt, deren Pläne im Moment nicht so recht in die Gänge kommen wollen. Hier stellt sich, meiner Meinung nach, die Anforderung, ein Konzept für das Erreichen einer Marktpräsenz zu erstellen, die der Organisation mehr Gewicht im Umgang mit Medien gibt. Eine spannende, wenn auch nicht leichte, Aufgabe.

In der folgenden großen Runde tauchten einige alt bekannte Themen auf. Eines davon war, dass man bei der Entwicklung eines Frontends für Webapplikationen mit dem Problem zu kämpfen hat, User mit unterschiedlichsten Wissensständen vorzufinden. Im Großen und Ganzen schienen hier Erfahrungen mit Usern, die grobe Probleme im Umgang mit Blogsoftware, etc., haben, deutlich zu überwiegen. Offenbar muss man akzeptieren, dass jedes noch so einfache Webinterface erst vom User erlernt werden muss. Vor allem auch, weil jedes Interface, anbieterspezifische Bedienungszugänge aufweist. Weiters gibt es hier auch Bedarf an Unterstützung für ältere Generationen, für die der Umgang mit dem Medium noch nicht so selbstverständlich ist, wie für den typischen Sechzehnjährigen. Hier kann ich aus eigener Erfahrung in meinem Umfeld nur sagen, dass im Web selbst mancher User in seinen 30ern zu den „älteren Generationen“ gehört, da selbst diese Jahrgänge nicht automatisch in ausreichendem Maß mit Computern und Internet in Berührung gekommen sind.

Was nicht zur Sprache kam, ich aber für außerordentlich interessant halte, ist die Frage, wann der „dumme“ User aufhört und die dumme Anwendung beginnt. Auch hier gibt es leider keine Standards, da diese auch schwer zu definieren wären. Problematisch wird das Ganze beim Thema Support. Hier liegt durchaus Streitpotential in der Bewertung einer Supportanfrage in Richtung „Hätte der User in der Doku finden können“ oder „Ist eigentlich ein schlechter Workflow der Software“ und deren Kostenpflichtigkeit.

Dann ging es in die erste Pause und meine Angetraute und ich verloren auch gleich eine Partie Tischfußball gegen die Jungs von knallgrau. Natürlich nur, weil der Tisch nicht in der Waage stand und die Beleuchtung ungemein blendete. Die Jungs haben die Bälle auch deutlich schneller gespielt, als die 28km/h, die in der Genfer Konvention vorgeschrieben sind. Somit war das erste Spiel eigentlich ungültig. Nach einem Seitenwechsel und dem neu aufgestellten Gegnerpaar, 50% knallgrau und 50% Yatil!, war dann aber, trotz der schlechten Vorzeichen, eine Revanche möglich.

Nachdem das Getränkeangebot zu monoton wurde und die ersten Teilnehmer ein Hungergefühl beschlich, wurde der Webmontag ins Café Einstein verlegt. Dieses Unterfangen wurde fast durch eine Barriere, in Form eines quer über den Gehsteig der Reichsratsstraße gespannten Seils, verhindert.
Wir fühlten uns in der Wichtigkeit unseres Strebens nach Barrierefreiheit bestätigt.

Im Einstein war’s dann sehr nett. Inhaltlich ist mir hier nur noch die berechtigte Forderung von Thomas nach einer ÖNORM in Erinnerung. Für welchen Bereich, weiß ich leider nicht mehr aber zu diesem Zeitpunkt (0:45 Uhr?), konnte ich dem nur noch inbrünstig zustimmen.

Schön war’s!

3 Kommentare zu „Webmontag in Wien“

  1. Eric Eggert

    Ja, ich habe das Knallgrau-Team doch empfindlich geschwächt…

    War ein schöner Abend, ich werde diese Woche mal meinen Terminplan durchschauen und zwei oder drei neue Termine zur Diskussion stellen, also schön ins Wiki schauen :)

  2. smeidu

    ja. neue Termine. unbedingt Eric! und vorher sollten wir uns nochmal treffen um unsere Wuzel-Taktik zu überdenken;-)

    weil ich hatte ja das gefühl, das Team von mstefan war einfach bisserl aus der Übung beim ersten Spiel. Aber bitte nicht jetzt täglich üben bis zum nächsten Webmontag;-)

    Die Knallgrauen fühlen sich übrigens viel mehr am Basketballplatz beheimatet, als am Wuzeltisch.

  3. Markus Stefan

    @Eric: Weitere Termine wären super! Vielleicht noch dieses Jahr?
    @smeidu: Danke für die Almosen bezüglich unserem aktuellen Übungsstand … ;-)
    Basketball wäre natürlich auch kein Problem für uns …
    … ähm, hust, …

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